Der Sahrhof

Der Sahrhof liegt im romantischen Dorf Feuln, idyllisch eingebettet in das sanfte Tal des Weißen Mains.
Feuln ist ein Ortsteil von Trebgast und befindet sich zwischen den beiden oberfränkischen Städten Bayreuth und Kulmbach, im Norden von Bayern.

Der Hausname

Den Hausnamen „Sahrhof“ haben wir beim Kauf des denkmalgeschützten Hofes einfach übernommen. Es gibt auch gar keinen Grund, einen jahrhundertealten Namen zu ändern. Auch, wenn mit uns der Familienname Fuchs hier eingezogen ist.

Die Geschichte

Die Ursprünge unseres Hofes gehen zurück bis in das Mittelalter. Der Sahrhof war damals ein sogenannter „Burggut Hof“, im Besitz der fränkischen Adelsfamilie „von Wallenrode“. Nach einigen Besitzerwechseln baute Maria Sahr 1883 unser heutiges Bauernhaus, ein sogenantes Wohnstallhaus. Daher unser Hausname „Sahrhof“.

Das Wohnhaus ist ein eingeschossiger Sandsteinquaderbau mit Satteldach, einem ebenfalls mit Sandsteinen gepflasterten Zugang und Stützmauer. Der Aufbau aus Ziegelstein wurde drei Jahre später errichtet. An dessen Vorderseite befindet sich eine Sandsteintafel mit der Inschrift: „Gott segne unseren Ein- und Ausgang + Maria Sahr + 1886“. Über dem Türsturz unserer Eingangstür sind die Jahreszahl 1883 und die Buchstaben M. S. für Maria Sahr eingemeißelt. Als unser Bewacher blickt links, oberhalb des Türsturzes, ein aus Sandstein gehauener Hund auf die Eingangstür. Er soll von der im 16. Jahrhundert abgebrochenen, gotischen Trebgaster Kirche stammen.

Wir haben den Hof 2007 übernommen und seitdem mit großer Liebe zum Detail renoviert. Ganz schön viel Arbeit, denn neben dem Bauernhaus, in dem wir wohnen und in dem sich auch die Vinothek befindet, gehören zum Sahrhof zum einen das Kastenhaus. Das ist das ehemalige Gesindehaus, in dem heute die Ferienwohnung untergebracht ist. Zum anderen ein ziemlich großer Stall mit ebenso großer Scheune, daneben die unverzichtbare Holzlege und unser Backhaus mit Räucherkammer.

Man findet heute nur noch wenige Höfe mit dieser Anordnung und in diesem bemerkenswerten Zustand. Deshalb ist der Sahrhof nicht nur ein fränkisches Kleinod, sondern auch ein wunderbares Zuhause und Feriendomizil.

Zeichnung_Sahrhof_Feuln
Stall
Sandstein_Hund
Ferienwohnung
Ferienwohnung_Mais

Der Kasten

Das Kastenhaus auf dem Sahrhof stammt laut Denkmalamt aus dem 18. Jahrhundert. Kastenhaus oder einfach nur Kasten ist die Bezeichnung für einen rechteckigen, mehrgeschossigen Wirtschaftsbau, der ursprünglich zur Lagerung von Getreide diente. Weitere Bezeichnungen sind Getreidekastens, Traidkasten, Schüttkasten oder Getreidespeicher.

Im 19. Jahrhundert wurde unser Kasten umgebaut und erhielt seine heutige Optik. Im Erdgeschoss waren ursprünglich die Stallungen für die Pferde und die Mastschweine eingerichtet. Im Obergeschoss war der Getreideboden untergebracht. Die daneben liegenden Räume wurden als Austragswohnung oder Gesindewohnung genutzt. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts wohnten also hier die Mägde und Knechte des Hofes.

Sicherlich hatten sie es nicht so komfortabel wie unsere Feriengäste heute: Denn den ersten Stock des Gesindehauses haben wir zu einer Ferienwohnung für vier Personen umgebaut. Die 60 qm große Wohnung im modernen, ländlichen Stil erstreckt sich über die gesamte Fläche des Obergeschosses und ist über eine alte Sandsteintreppe zu erreichen. Markant ist der schöne Laubengang aus Holz, der die gesamte Längsseite des Hauses ziert.

Unser Weingarten

Wer sich mit dem Thema Wein beschäftigen möchte, ist bei uns genau richtig. Im Frühjahr 2016 haben wir angefangen, zusammen mit Freunden einen ersten, eigenen Weingarten anzulegen. Direkt auf unserem Hof wachsen seitdem nun an die zweihundert Rebstöcke der blauen Sorte Muscat Bleu.

Wir befinden uns hier am Rande des historischen, ehemaligen Anbaugebietes der Ködnitzer Weinleite. Dabei handelt es sich um die steilen Hänge oberhalb des Weißen Mains, die noch ungefähr bis Mitte des 18. Jahrhunderts von der Kulmbacher Plassenburg zum Weinbau genutzt wurden. Auffällig sind die vielen senkrecht zum Hang verlaufenden Hecken, die sich entlang der sogenannten Lesesteinwälle angesiedelt haben. Da die Böden in diesem Gebiet sehr steinig sind, sammelten die Bauern die vielen Steine auf ihren Feldern und häuften sie am Rande ihrer Parzellen zu Wällen an. Diese Wälle schützten die Weinstöcke vor Wind und verbesserten das Mikroklima im Weinberg. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden einige Parzellen sogar noch zum Eigenbedarf bewirtschaftet.

So knüpfen wir also an diese Tradition wieder an und lassen auch unsere Gäste gern daran teilhaben. Auf Wunsch machen wir kleine Führungen durch unseren Weingarten und erzählen einiges zur Weinbereitung, zum Keltern und natürlich auch zu den Arbeiten im Weingarten, wie Rebschnitt, Bodenarbeit und Reberziehung.

Weinblatt
Im_Weingarten
  • Rebsorte: Muscat Bleu
  • Merkmale: frühreif, hohe Resistenz gegen Mehltau, hohe Frostfestigkeit
  • Traubenfarbe: dunkelblau
  • Traubengeschmack: intensiver Muskatton
  • Pflanzjahre 2016/2018/2021
  • Gesamtanzahl der Reben: 200
  • Reberziehung: Drahtrahmenerziehung nach Guyot mit einer Fruchtrute
  • Bodenart: Unterer Muschelkalk
  • Höhe: 330 über NN
  • Hangrichtung: Süd-West

 

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Familie Fuchs
Feuln 2 · 95367 Trebgast
Deutschland

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